Klimaschutz-Projekte die durch ClimatePartner unterstützt werden

Wir haben für Sie zwölf Klimaschutz-Projekte ausgewählt, die durch ClimatePartner unterstützt werden. Sie zeigen auf, welche Möglichkeiten sich durch unsere Finanzierung des Investitionsgaps in Drittländern auftun können, auch im Kleinen.

Kalender April 2010

Windenergie
Prony und Kafeate, Neukaledonien

Zwischen 2003 und 2009 hat der französische Betreiber Aerowatt 116 Windturbinen installiert (GEV MP& GEV 26/220). Da die Windparks sich in einem Zyklongebiet befinden, können die Turbinen abgeneigt werden. Bei voller Kapazitätsauslastung werden 31 MWh Strom erzeugt. Die erwartete jährliche Stromproduktion beträgt 40 GWh, die in das nationale Stromnetz eingespeist werden und Elektrizität ersetzen, die zu 80 Prozent aus fossilen Energieträgern gewonnen wird. Die Einsparung an Treibhausgasemissionen beläuft sich auf 32.775 t CO2 Äquivalente pro Jahr. Die Pazifikinseln sind in zunehmendem Maße vom Klimawandel betroffen, sowohl in ökologischer als auch sozioökonomischer Hinsicht.
Leider gibt es nur wenige Mechanismen für umweltverträgliche Entwicklung in dieser Region. Die Windparks in Prony und Kafeate sind das erste Projekt, das den Gold Standard zur Reduzierung von Treibhausgasen erfüllt. Dies ist ein starkes Signal für die Investition in weitere Projekte dieser Art in der Pazifikregion.
Dieses Projekt umfasst sechs Windenergieparks an den Standorten Prony und Kafeate in Neukaledonien, einer kleinen Inselgruppe im Pazifischen Ozean in Ozeanien.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes:
- Technologie- und Know-How Transfer
- Entwicklung des Windenergiesektors in Neukaledonien
- Schaffung von Arbeitsplätzen für die Bevölkerung in der Region während Bau und Betrieb der beiden Windparks
- Vermeidung von Umweltgiften, wie Sulfurdioxid, Nitrogenoxiden und Partikeln, die bei der Stromgewinnung aus fossilen Energieträgern in Neukaledonien entstehen
- Verminderung der Abhängigkeit von Energieimporten.

Validierung: Korea Energy Management Corporation
Projektlaufzeit: 2007-2013
Zertifikats-Typ: Gold Standard VER, Nr. 566
Gesamtvolumen: 229.428 t CO2-Äquivalente

Kalender Juni 2010

Wasserkraft
Pueblo Nuevo Vinas, Guatemala

Ziel des Poza Verde Hydroelectric Projektes ist es, Guatemala mit sauberer und verlässlicher, regenerativer Energie zu versorgen. Das Wasserkraftwerk hat in der ersten Projektphase eine Kapazität von 8.2 MW, die in weiteren Phasen erhöht wird. Betreiber ist Papeles Elaborados S.A. Das Projekt reduziert CO2-Emissionen durch Verdrängen der Nachfrage nach Elektrizität aus fossilen Brennstoffen aus dem nationalen Stromnetz, das bisher stark von schwerem Heizöl, Kohle und Diesel abhängig ist.
Bei dem Klimaschutzprojekt Poza Verde handelt es sich um ein kleines Wasserkraftwerk in der Gemeinde von Pueblo Nuevo Viñas, im Department Santa Rosa in Guatemala.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes:
- Schaffung von 400 Arbeitsstellen während des Baus, 30 dauerhaften Stellen und die technische Schulung von 20 Mitarbeitern
- Verstärkte Energiesicherheit des Stromnetzes von Guatemala und verminderte Abhängigkeit von Importen
- Erweiterung des Energiezugangs auf ländlichem Gebiet durch die Bereitstellung von Strom für ungefähr 5000 Menschen
- Wiederaufforstung der Ufer, die den Aguacapa River
umgeben; dadurch erfolgt eine Abnahme der Erosion und eine zusätzliche Bindung von Kohlenstoff.

Validierung: The Green Certificate Company
Verfügbare Jahrgänge: 2004-2007
Zertifikats-Typ: VER
Gesamtvolumen: 198.803 t CO2-Äquivalente

Kalender August 2010

Kompostierung
Kapstadt, Südafrika

Die Kompostierungsanlage nimmt biologisch abbaubare Abfälle aus Garten- und Parkanlagen von Kapstadt auf. Durch den kontrollierten aeroben Prozess der Kompostierung wird die Entstehung des Treibhausgases Methan bei der Zersetzung der Abfälle vermieden. Es ergeben sich jährliche Emissionseinsparungen in Höhe von 60.000 Tonnen CO2e, außerdem entsteht kontrollierter mikrobiologischer
Kompost (CMC). Ursprünglich hätte die bereits bestehende Kompostierungsanlage geschlossen werden müssen. Dank dieses Projekts über ein Joint Venture mit der holländischen Soil and More International kann sie weiterhin betrieben werden. Zusätzlich wird eine neue, größere Anlage gebaut und betrieben werden.
Dieses Klimaschutzprojekt umfasst eine Kompostierungsanlage nahe Kapstadt in Südafrika,
die von der südafrikanischen Firma Reliance Compost (Pty) Ltd. betrieben wird.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes:
- Wesentliche Verbesserung der Wasseraufnahmefähigkeit und Qualität der Böden in der Region um Kapstadt
- Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der Nutzpflanzen durch die Düngung mit dem mikrobiologischen Kompost
- Verminderung des Bedarfs an chemischen Pestiziden
- Verbesserung der ökonomischen Situation der Landwirte, da weniger Geld für chemische Dünge- und Pflanzenschutzmittel aufgebracht werden muss
- Schaffung von etwa 55 zusätzlichen Arbeitsplätzen in den nächsten fünf Jahren sowie weiterer Arbeitsplätze für den Bau und Betrieb der geplanten zusätzlichen Kompostierungsanlage

Validierung: TÜV NORD
Projektlaufzeit: 2008-2018
Zertifikats-Typ: VER (pre-CDM)
Gesamtvolumen: 600.000 Tonnen CO2-Äquivalente

Kalender Oktober 2010

Waldschutz
Kibale Nationalpark, Uganda

Der Kibale Nationalpark ist berühmt für seine Vielzahl an Primaten, so verfügt er nach Eigenangaben über die weltweit größte Dichte an freilebenden Schimpansen. Nichtsdestotrotz findet seit Jahrzehnten eine Zerstörung des ursprünglichen Regenwaldes statt. Es findet eine Bodenerschließung
(u.a. Brandrodung) und anschließende –ausbeutung statt,
z.B. durch den Anbau von Kaffee und den Verkauf von Nutzholz. Dies führt zu Bodendegradation und einer stetigen Verschlechterung des Lebensraums. Das Projekt besteht aus Walderhalt- und Wiederaufforstungsmaßnahmen auf einer Fläche von insgesamt ca. 10.000 Hektar. Bislang wurden rund 3.500 Hektar Regenwald wieder aufgeforstet. Das Projekt wirkt einer Freisetzung von CO2 entgegen, in den Bäumen wird Kohlenstoff gebunden und gespeichert.
Die Uganda Wildlife Authority (UWA) ist verantwortlich für die Verwaltung des Kibale National Parks. Es werden heimische Baumarten angepflanzt und das Unterholz wird aufbereitet. Um die Regeneration des Waldes zu fördern wird beispielsweise das stark verbreitete Elefantengras zurückgeschnitten. Neben der Pflege des Unterholzes wird
in einem permanenten Prozess dem Waldbrand vorgebeugt. Die stattfindende nachhaltige Forstwirtschaft ist FSC-zertifiziert (SGS-FM/COC-000979). Die aufgeforsteten Flächen bieten den Primaten eine neue Heimat.
Der Kibale Nationalpark liegt im ostafrikanischen Land Uganda. Er beginnt ca. 20km süd-östlich der Stadt Fort Portal, der Hauptstadt des Westlichen Distrikts Kabarole.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes:
- Schutz natürlicher Lebensräume von Tieren und Erhalt von Biodiversität
- Ökologischer Nutzen durch Erhöhung der Bodenqualität und der Unterstützung des regionalen Wasserkreislauf
- Bewusstseinsbildung und Wissensaufbau über Forstwirtschaft und regionalen Umweltschutz
- Beschäftigungsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung z.B. durch eine nachhaltige Forstwirtschaft

Validierung: SGS Nederland B.V.
Verfügbare Jahrgänge: 2004 und folgende
Zertifikats-Typ: VER
Jährliches Volumen: 93.498 t CO2-Äquivalente

Kalender Dezember 2010

Biomasse
Shipbur, Indien

Betreiber ist die M/s Howrah Mills Company Ltd. Das Projekt war zu Planungsbeginn das erste seiner Art in Indien. Statt Kohle benutzt man die aus Jutereststoffen gewonnene Biomasse als Brennstoff. Jute ist ein günstiger Faserstoff, in Nordamerika auch als Sackleinen bekannt. Es eignet sich zur Wasserdampferzeugung. Da Wasserdampf in Jutemühlen bei etlichen Prozessen benötigt wird, entschloss sich der Projektentwickler, die lokal verfügbare Biomasse zu nutzen und Treibhausgase zu reduzieren. Er installierte eine neue Verbrennungsanlage, welche die beiden alten, ineffizienten und zudem kohlebefeuerten Betriebskessel ersetzen sollte.
Die Anlage wird mit dem anfallenden Juteabfallgewebe befeuert, das zuvor auf Deponien landete – es handelt sich dabei um eine Pressmasse aus Asche, Staub und Jutefasern, hervorragend geeignet zur Wasserdampferzeugung.
Es ergibt sich eine jährliche Einsparung von ca. 5.100t
CO2 -Äquivalenten.
Die Jutemühle, Howrah Mills, ist Standort des Projektes und befindet sich in Shibpur, Howrah, unweit der Metropole Kalkutta in Westbengalen, Indien.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes:
- Reduktion der Verschmutzung von Luft und Wasser durch Substitution von Kohle
- Lösung für Flugasche- und Juteabfallproblem der Region
- Verminderung des Gesundheitsrisikos für Angestellte
- Beitrag zum Beweis der Effizienz dieser neuen Technologie
- Schutz natürlicher Ressourcen durch ihre effizientere Nutzung

Validierung: PWC (Pricewaterhouse Coopers)
Verfügbare Jahrgänge: 2000-2007
Zertifikats-Typ: Voluntary Carbon Standard (VCS)
Gesamtvolumen: 25.500 t CO2-Äquivalente

Kalender Dezember 2010

Windenergie
Changbin und Taichung, Taiwan

Die InfraVest Wind Group, ein Tochterunternehmen der deutschen VWing AG, hat die beiden Windparks gebaut und ist der Betreiber. Die Windenergieparks bestehen aus 45 Enercon E70 Windturbinen mit einer jeweiligen Kapazität von 2,3 MW in Changbin und 23 weiteren in Taichung. Die Gesamtleistung beträgt 156,4 MW (103.5MW und 52.9 MW). Bei voller Kapazitätsauslastung wird die Erzeugung von 507,06 GWh Strom pro Jahr erwartet, der in das staatliche Netz eingespeist wird. Dieses Projekt reduziert den Ausstoß von Treibhausgasen erheblich, da es saubere und erneuerbare Energie, der Gebrauch von fossilen Brennstoffen zur Stromerzeugung vermieden werden kann.
Die Einsparungen an Emissionen belaufen sich auf 352.991 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr, die Projektlaufzeit beträgt sieben Jahre.
Dieses Projekt umfasst zwei Windparks in den Bezirken Changhua (Changbin) und Taichung in Taiwan.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes:
- Beitrag zu der Entwicklung des Windenergiesektors in Taiwan
- Bereitstellung von Strom für umgerechnet 110.000 Haushalte pro Jahr
- Schaffung von Arbeitsplätzen für die lokale Bevölkerung
- Technologie- und Know-How Transfer, da die Schulung der Arbeitskräfte in Sachen Instandhaltung, Sicherheit und Betrieb vom deutschen Windturbinenhersteller Enercon erfolgt
- Beitrag zur Reduzierung von Umweltgiften wie Sulfurdioxid, Nitrogenoxide und Partikeln, die bei der Stromgewinnung aus fossilen Energiequellen in Taiwan entstehen
- Beitrag zur nachhaltigen Stabilität der taiwanesischen Wirtschaft durch die Minderung der Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern

Zertifizierung: SGS United Kingdom Ltd.
Projektlaufzeit: 2007-2014
Zertifikats-Typ: Gold Standard VER, Nr. 472
Gesamtvolumen: 2.470.937 t CO2-Äquivalente

Kalender Dezember 2010

Wasserkraft
Ningxia Shapotou, China

Das autonome Gebiet Ningxia mit einer Bevölkerung von 5,78 Millionen (Stand 2004) ist von Armut gezeichnet. 819.000 Einwohner müssen mit einem Einkommen unter 1200 RMB (120€) auskommen und 152.000 Einwohner leben unter der absoluten Armutsgrenze mit einem Jahreseinkommen von weniger als 668 RMB (66€). Ningxia ist eine trockene Region mit einem durchschnittlichen Jahres-Niederschlag von weniger als 200mm. Das Wasserkraft-Projekt hat eine Gesamtleistung von 120,3 MW Strom und ist an das Northwest Power Grid angeschlossen (NWPG). Das Projekt speist pro Jahr 578,022 GWh Strom in das Stromnetz ein. Das Projekt führt zu einer Emissionsreduktion, da es fossile Brennstoffe substituiert, auf denen die Energieerzeugung im NWPG bislang hauptsächlich basiert. Die durchschnittliche Einsparung an Emissionen durch dieses Projekt beträgt jährlich 487.273 t CO2e.
Dieses Wasserkraftprojekt befindet sich am Gelben Fluss im Stadtbezirk Shapotou in der Region Ningxia, im Nordwesten der Volksrepublik Chinas.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes:
- Verbesserung der lokalen Umwelt durch den teilweisen Verzicht auf den fossilen Energieträger Kohle bei der Energieerzeugung
- 2.800 Jobs sind während der Entwicklungs- und Bauphase sichergestellt. 120 Mitarbeiter werden für den Betrieb der Anlage benötigt
- Lokale Armutsbekämpfung durch regionale Wertschöpfung und daraus resultierender Zunahme an Steuereinnahmen
- Das Projekt hat sich als Pilot CDM der Armutsbekämpfung verpflichtet und trägt so zu den UN Millenniums-Entwicklungszielen bei

Zertifizierung: Det Norske Veritas Certification AS
Projektlaufzeit: 2007-2014
Zertifikats-Typ: CER (CDM), Nr. 1284
Gesamtvolumen: 3.410.911 t CO2-Äquivalente

Kalender Dezember 2010

Windenergie
Üvecik, Türkei

Der Windpark Alize Çamseki besteht aus 11 Enercon E82 bzw. E48 Turbinen mit einer Gesamtkapazität von 20,8 MW, installiert und betrieben wird er von Demirer Enerji Üretim Sanayi ve Ticaret A.g. Pro Jahr werden etwa 81.800 MWh erzeugt, die in das nationale Stromnetz eingespeist werden. Hierbei wird Elektrizität ersetzt, welche sonst u.a. durch die Verbrennung fossiler Energieträgern gewonnen wird.
Es ergeben sich Emissionseinsparungen von durchschnittlich 51.955 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr.
Die Projektlaufzeit beträgt 21 Jahre. Da die operative Laufzeit dieses Windparks jedoch 30 Jahre beträgt, werden über die Projektlaufzeit hinaus Treibhausgasemissionen vermieden.
Dieses Klimaschutzprojekt umfasst einen Windpark in der Provinz Çanakkale im Nordwesten der Türkei.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes:
- Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern
- Reduzierung von Stromimporten der Türkei
- Diversifizierung und Sicherstellung der nationalen Energieerzeugung
- Es kommt zu einer Verminderung von Umweltgiften wie Sulfurdioxid, Stickoxiden sowie Staubpartikeln, die bei der Stromgewinnung aus fossilen Energieträgern in der Türkei entstehen
- Schaffung von Arbeitsplätzen für die lokale Bevölkerung während Bau und Betrieb der Anlage
- Unterstützung der lokalen Wirtschaft durch verstärkte Nachfrage von Services und Material wie Kabel, Masten etc.
- Technologie- und Know-How Transfer

Validierung: TÜV Rheinland Japan Ltd.
Projektlaufzeit: 2009-2016
Zertifikats-Typ: Gold Standard VER, Nr. 399
Gesamtvolumen: 1.091.055 Tonnen CO2-Äquivalente

Kalender Dezember 2010

Gasaufbereitung
Kaji-Semoga, Indonesien

Der Betreiber PT Medco E&P Indonesia (MEPI) fängt das bei der Erdölförderung austretende Gas auf, statt es, wie bislang üblich, abzufackeln. Es wird anschließend u.a. zu Trockengas sowie Flüssiggas aufbereitet, somit zu einer nutzbaren Energiequelle umgewandelt. Beim konventionell stattfindenden Abfackeln des Gases werden Treibhausgasemissionen, insbesondere von Methan und Kohlenstoffdioxid freigesetzt. Durch das Projekt werden diese Emissionen vermieden, die einer durchschnittlichen Menge von 86.022 t CO2 -Äquivalente pro Jahr entsprechen.
Die lokale Luftqualität wird verbessert und der Region steht darüber hinaus eine sauberere und kostengünstigere Kraftstoffquelle zur Verfügung, die zur Deckung des wachsenden Energiebedarfs der Region beiträgt.
Somit kann auch die Abhängigkeit des Landes von Ölimporten abgemildert werden.
Das Gasaufbereitungsprojekt befindet sich im Kaji-Semoga Ölfeld in der Region Süd-Sumatra, welche zu Indonesien gehört. Die Hauptstadt Süd-Sumatras, Palembangh, liegt in etwa 80 km östlicher Entfernung.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes:
- Nachhaltige Verbesserung der Stabilität der Ölindustrie durch die Aufbereitung des Erdölgases
- Diversifizierung der Energiequellen und Erhöhung der Energiesicherheit bei sinkender Erdölförderung im Land
- Schaffung von Arbeitsplätzen während Aufbau und Betrieb des Projektes für die Bevölkerung in der Region
- Lokale Interessengruppen profitieren von nachhaltigen partnerschaftlichen Beziehungen zwischen externen Experten und lokalen Projektteilnehmern
- Das Projekt hat keinerlei negativen Auswirkungen auf die Biodiversität oder ökologisch oder kulturell wichtige Orte in der Region

Validierung: SGS United Kingdom Ltd.
Projektlaufzeit: 2006-2016
Zertifikats-Typ: Voluntary Carbon Standard (VCS)
Gesamtvolumen: 860.219 t CO2-Äquivalente

Kalender Dezember 2010

Deponiegas
Suzhou, China

Die Deponiegas-Anlage nutzt anfallendes Deponie-Gas,
das durch den Verfall von organischem Material entsteht,
um Strom zu erzeugen. Projektentwickler ist die "Ever-bright Environment and Energy Suzhou Landfill Gas to Energy Co., Ltd". Die Deponiegas-Anlage fängt die entweichenden Gase (Methan) der Mülldeponie auf und verbrennt diese in einem Blockheizkraftwerk. Dadurch wird Strom generiert, der dann in das lokale Stromnetz eingespeist wird, um so den stark steigenden Energiebedarf Chinas zu versorgen. Die Anlage trägt dadurch zur Sicherung der Stromversorgung der lokalen Bevölkerung bei.
Die Verwendung von Abfallprodukten stellt hierbei eine sinnvolle Alternative zur Verbrennung von Kohle dar, die bislang einen Anteil von mehr als 80% bei der nationalen Energieerzeugung hat.
Nach überprüften Angaben des Anlagenbauers werden bei der Anlage durchschnittlich 23.314 MWh Strom pro Jahr produziert. Dies ist gleichzusetzen mit einer jährlichen CO2-Reduktion in Höhe von 114.383 Tonnen CO2.
Das Projekt erfüllt die Kriterien des Gold Standards.
Die Deponiegasanlage "Suzhou Qizi Mountain" befindet sich in der Nähe der Stadt Suzhou, in der Jiangsu Provinz in Ost-China.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes:
- Ressourcenschonung durch Nutzung des Abfallprodukts Deponiegas (CH4) zur Generierung von Strom
- Verringerung der negativen Auswirkungen auf Luft, Boden und Wasser
- Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort
- Förderung umweltorientierter Abfallwirtschaftssysteme, Technologie- und Wissenstransfers in die Region
- Schaffung von 54 Arbeitsplätzen in Zeitraum der Errichtung
- Schaffung von 20 Arbeitsplätzen im Zeitraum der Projektbetreibung

Validierung: TÜV Nord CERT GmbH
Projektlaufzeit: 2007-2013
Zertifikats-Typ: Gold Standard Voluntary (VER), Nr. 397
Gesamtvolumen: 800.681 t CO2-Äquivalente

Kalender Dezember 2010

Windenergie
Westküste und Südindien, Indien

Das Projekt umfasst ein Bündel von mehr als hundert Windkrafträdern, die über fünf indische Bundesstaaten verteilt Strom produzieren. Eine Vielzahl von kleinen Windfarmen mit installierten Turbinen zwischen 0,225 und 1,5 Megawatt Leistung produzieren eine Gesamtleistung von 74,9 MW.
Zum Großteil wird dieser Strom in die verschiedenen Stromnetze Indiens eingespeist. Das Projekt leistet so einen Beitrag dazu, den wachsenden Energiebedarf dieses bevölkerungsreichen Landes zu decken und dabei gleichzeitig auf die Verbrennung fossiler Energieträger zu verzichten.
Es ergibt sich eine durchschnittliche jährliche Einsparung von 111.716 t CO2-Äquivalenten. In den verschiedenen, großteils ländlich geprägten Regionen wird die Infrastruktur verbessert und so die wirtschaftliche Entwicklung vorangetrieben.
Es ergeben sich Beschäftigungsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung. Über das ganze Land verteilt wird ein klares Zeichen für Windenergie gesetzt, als zuverlässige Stromquelle auch an Standorten mit nur mittleren Windstärken.
Aus der Projektaktivität resultieren keinerlei Störungen des jeweiligen lokalen Umfelds.
Dieses Klimaschutzprojekt umfasst mehr als hundert Windräder in den Bundesstaaten Tamil Nadu, Karnataka, Maharashtra, Gujarat und Rajasthan in Indien.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes:
- Substitution von Feuerholz durch die Verfügbarkeit von Strom in ländlichen Gebieten
- Verbesserung der Straßen und Bewässerungssysteme in den Umgebungen der einzelnen Projektstandorte
- Einführung einer dezentralen medizinischen Versorgung in mehreren ländlichen Gebieten
- Ausbildungsmöglichkeiten, insbesondere für Jugendliche und Frauen
- Verbesserung der schulischen Möglichkeiten für junge Mädchen (Abschluss der fünften Klasse)

Verifizierung: SQS – Swiss Association for Quality and Management Systems
Projektlaufzeit: 2006-2016
Zertifikats-Typ: VCS
Gesamtvolumen: 1.228.871 Tonnen CO2-Äquivalente

Kalender Dezember 2010

Wasserkraft
Montaña Babilonia, Honduras

Das Projekt besteht aus einem Laufwasserkraftwerk,
welches sich in den nordwestlichen Ausläufern des Gebirges "Sierra de Agalta" befindet. Zwei Pelton-Turbinen mit jeweils 2 MW Leistung generieren eine jährliche zu erwartende Strommenge von 25,6 MWh und unterstützen somit die Sicherheit der Stromversorgung in dieser landwirtschaftlich geprägten Region. Honduras gehört zu den ärmsten Ländern Mittelamerikas, gleichzeitig verfügt es über einen großen Reichtum an natürlichen Ressourcen. Die Nutzung dieser minimiert die Notwendigkeit fossiler Brennstoffimporte und trägt so zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit des Landes bei. Das Projekt leistet einen direkten Beitrag zum Klimaschutz, pro Jahr werden im Durchschnitt 18.930 t CO2-Äquivalente vermieden.
Da der Projektstandort in einer unzugänglichen Gegend liegt, musste aus Mangel an befestigten Straßen die Konstruktion mittels Fahrzeugen, die von Tieren gezogen wurden,
sowie einer Seilbahn durchgeführt werden.
Von der erfolgreichen Realisierung unter den gegebenen Umständen ist eine Signalwirkung auf ähnliche Projekte in der Region zu erwarten.

Das Wasserkraftwerk befindet sich in mittelamerikanischen Land Honduras. Es liegt in der Region Olancho, unweit der regionalen Hauptstadt Juticalpa.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes:
- Elektrifizierung der umliegenden Dörfer und Förderung einer dezentralen Stromversorgung in Honduras
- Dauerhafte Arbeitsplätze für die regionale Bevölkerung
- Bau einer Polizeistation und Einführung einer mobilen Zahnarztpraxis für Schulkinder
- Aufforstung von mehreren hundert Hektar Land durch einheimische Baumarten

Validierung: SGS UK Ltd.
Projektlaufzeit: 2004-2014
Zertifikats-Typ: VCS
Gesamtvolumen: 189.300 Tonnen CO2-Äquivalente