Umwelt ABC

FSC®
Der Forest Stewardship Council (FSC) ist eine internationale gemeinnützige Organisation, welche das erste System zur Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft schuf, betreibt und weiterentwickelt. Gleichzeitig wird der Ausdruck „FSC“ auch synonym für das Zertifizierungssystem oder das Gütesiegel benutzt, mit welchem Holz-Produkte als Erzeugnisse von nach FSC-Kriterien zertifizierten Forstbetrieben gekennzeichnet werden. Das FSC-System zur Zertifizierung von Forstwirtschaft wurde zur Sicherung der nachhaltigen Waldnutzung gegründet, welche die Wahrung und auch Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Funktionen der Forstbetriebe beinhaltet. Hierzu entwickelte der FSC einen allgemeinen und länderübergreifend einheitlichen Standard, der aus 10 Prinzipien und Indikatoren besteht, und nur über eine Konkretisierung durch Indikatoren auf nationaler Ebene angewandt werden kann.
Im weiteren Sinne umfasst die Zertifizierung von Holzprodukten nach FSC auch die Produkt- und Produktionskette (chain of custody).
Die Hauptzielsetzung des FSC ist die Gewährleistung nachhaltiger Forstwirtschaft.
Eine irreversible Zerstörung / Störung des Waldes mitsamt seiner zahlreichen vielfältigen Funktionen soll vermieden werden. Dies soll durch die Schaffung weltweit einheitlicher Standards zur Bewirtschaftung von Wald gewährleistet werden.

PEFC
Das Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC) (deutsch: Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung PEFC) ist ein internationales Waldzertifizierungssystem. Es ist die weltweit größte unabhängige Organisation zur Sicherstellung und kontinuierlichen Verbesserung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung unter Gewährleistung ökologischer, sozialer und ökonomischer Standards.
PEFC basiert inhaltlich auf den Vereinbarungen, die durch die Europäischen Ministerkonferenzen zum Schutz der Wälder in Europa festgelegt wurden, und ist gegen Ende der 1990er Jahre vor allem aufgrund der Initiative von Vertretern der Forst- und Holzwirtschaft wie dem Deutschen Forstwirtschaftsrat gegründet worden. Verschiedene Umweltorganisationen, Sozialverbände, die Holzwirtschaft u.a. Vereinigungen beteiligen sich bei PEFC. Die Mitarbeit steht diesen frei und soll auch bisher nicht beteiligten Interessengruppen weiterhin ermöglicht werden.

COC / Chain of Custody
Produkte mit dem FSC- und PEFC-Siegel durchlaufen vom Wald bis zum Endverbraucher mehrere Stationen und Eigentumsverhältnisse. Entscheidend ist, dass alle Verarbeitungs- und Handelsbetriebe zertifiziert sind.
Mit Hilfe der „Chain of Custody“ kann lückenlos rückverfolgt werden, dass die Erzeugnisse mit FSC- und PEFC-Label garantiert aus einem zertifizierten und verantwortungsvoll bewirtschafteten Forstbetrieb stammen.

Papier-Recycling
Bei der Planung eines Druckproduktes sollte immer die Möglichkeit der Verwendung eines Recycling-Papieres in betracht gezogen werden. Dabei werden Wald- und Energieresourcn geschont.

FSC-Recycling
Bei Recyclingpapieren mit dem FSC-Label wird sichergestellt, das es sich um Post-Consumer-Material handelt. Für die recycelten Fasern muss nachgewiesen werden, dass sie bereits beim Endverbraucher eingesetzt waren und es sich somit um "echtes" Recycling handelt. Es genügt nicht, wenn der Abfall an der Papiermaschine wieder in einen Recyclingprozess aufgenommen wird, da diese Papierfasern ohnehin sehr „neuwertig“ sind.

Blauer Engel
Das erste und älteste Umweltlabel der Welt zeichnet Papiere aus, die aus 100% Altpapier bestehen. Sie werden ohne umweltbelastende Produktionschemikalien sowie Färbe- und Bleichmittel hergestellt. Der Blaue Engel garantiert einen sparsamen Einsatz von Rohstoffen, einen geringen Energieverbrauch und eine umweltgerechte Entsorgung.
Mit dem Bauen Engel werden Produkte ausgezeichnet, die in ihrer ganzheitlichen Betrachtung besonders umweltfreundlich sind. Dabei spielen alle Aspekte – vom Einsatz von Rohstoffen, über die Herstellung der Gebrauchstauglichkeit und die Lebensdauer bis hin zur Entsorgung – eine wichtige Rolle.

Total Chlorfrei (TCF)
Einige Papiere werden ausschließlich unter Einsatz von chlorfrei gebleichtem Zellstoff (TCF) hergestellt. Bei der Bleiche der eingesetzten Zellstoffe wird auf jegliche Verwendung von Chlor oder Chlorverbindungen zum Schutze der Umwelt verzichtet und ausschließlich umweltfreundlicher Sauerstoff, Ozon oder Wasserstoffperoxyd zur Zellstoffbleiche verwandt, welches die Umwelt nicht belastet.

Nordic Swan
Bei der Bewerbung um das Umweltzeichen müssen sämtliche technischen Daten des Produktes und die Herstellung offen gelegt werden, die Einhaltung der Vorschriften wird regelmäßig von einer unabhängigen Organisation kontrolliert. Es wird der Energie- und Wasserverbrauch sowie der Schadstoffausstoß gemessen. Werden durch neue Technologien umweltgerechtere Produktionsmöglichkeiten geschaffen oder die Kriterien nicht eingehalten, ist die Lizenz für das Nordic Swan Label jederzeit wiederrufbar.

Makulatur
Durch den Vorlauf von bereits bedruckter Makulatur beim Einrichten an der Druckmaschine kann die Menge an benötigtem weißem Papier für jeden Auftrag reduziert werden. Damit wird weniger Papier und im Rückschluße weniger Zellstoff verbraucht, was die Waldresourcen schont.

Kyoto Protokoll
Das Kyoto Protokoll beinhaltet die Verpflichtung, dass die beteiligten Industriestaaten als Gruppe für die Jahre 2008 bis 2012 ihre Emissionen von sechs Treibhausgasen um durchschnittlich 5% im Vergleich zum Stand von 1990 reduzieren. Deutschland hat sich dazu verpflichtet, den Treibhausausstoß in diesem Zeitraum um bis zu 21% zu verringern.
Die Grundzüge des Emissionsausgleiches und Zertifikathandels wurden in diesem Protokoll definiert.

Zertifikate
Durch den An- bzw. Verkauf sogenannter Emissionszertifikate werden Emissionenvon Treibhausgasen, die an Ort A entstehen, durch "gekaufte" Klimaschutzmaßnahmen an Ort B neutralisiert. Dies ist möglich, da Treibhausgase eine globale Schädlingswirkung haben und die Atmosphäre keine Ländergrenzen kennt.

CDM - Clean Development Mechanism
Der CDM ist ein vom Kyoto-Protokoll vorgesehener flexibler Mechanismus, der es Industrieländern ermöglichen soll ihre vertraglich festgelegten Reduktionsziele zu ökonomisch tragbaren Bedingun­gen zu erreichen. Des weiteren wird Entwicklungsländern durch den Zufluss an Geld und Technolo­gie damit eine ökologisch nachhaltige Entwicklung ermöglicht.

CER - Certied Emission Reduction
Aus offiziellen Projekten des CDM entstehen handelbare Verschmutzungsrechte, sogenannte Emissionsminderungsgutschriften oder Emissionszertifikate. Diese Zertifikate werden in erster Linie zur Erfüllung der Pflichten aus dem Emissionshandel eingesetzt und sind bedingt durch umfangreiche Zertifizierungen vergleichsweise teuer.

VER - Veried Emission Reduction
Darunter versteht man Emissionsminderungsgutschriften aus einem freiwilligen Klimaschutzprojekt, welches nicht beziehungsweise noch nicht als CDM-Projekt anerkannt, aber durch unabhängige Dienstleister verifiziert wurde. VERs entstehen meist aus kleinen Projekten auf rein freiwilliger Basis ohne Interessen bezüglich des verpflichtenden Emissionshandels. Das bedeutet, diese Emissionsminderungen entstehen wirklich zusätzlich.

Gold Standard
Unter Beteiligung des WWF wurde ein so genannter Gold-Standard für Klimaschutzprojekte entwickelt, der besonders strenge Anforderungen bezüglich Zusätzlichkeit, Nutzung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz, nachhaltiger Entwicklung und Einbeziehung der lokalen Bevölkerung stellt.
ClimatePartner achtet darauf, dass die Kosten für zusätzliche Prüfungen und Zertifizierungen ein vernünftiges Maß nicht übersteigen und entscheidet sich daher in Fällen gleichwertiger Klimaschutz­projekte teilweise bewusst für Projekte, die nicht mit zusätzlichen Kosten für eine Zertifizierung belastet sind. Zertifizierungen bedeuten nicht automatisch mehr Investion in den Klimaschutz.

Carbon Footprint / CO2-Fußabdruck
Der CO2-Fußabdruck gibt Unternehmen die Möglichkeit, die eigenen CO2-Emissionen zu analysieren und alle relevanten Emissionsquellen zu identifizieren. Das wesentliche Instrument dabei ist die einheitliche Ermittlung der mit der Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Waren und Dienstleistungen einhergehenden CO2-Emissionen. So können Reduktionspotenziale erkannt und umgesetzt werden.

Klimaneutralität
Klimaneutralität bedeutet den Ausgleich von Treibhausgasen beziehungsweise CO2, also die Neutralisierung durch die Einsparung der bestimmten Menge an anderer Stelle.
Organisationen, wie Climatepartners, bieten an, gegen einen Geldbetrag CO2-Emissionen zu kompensieren. Dabei wird mit dem Geldbetrag ein Projekt unterstützt, das zu geringeren CO2-Emissionen an anderer Stelle (meistens im Ausland) beiträgt. Die Grundidee dabei ist, das auf diese Weise Geldbeträge möglichst effektiv für Klimaschutzprojekte eingesetzt werden können.

Klimawandel
Bis zum Jahr 2100 wird, abhängig vom künftigen Treibhausgasausstoß und der tatsächlichen Reaktion des Klimasystems darauf, eine Erwärmung um 1,1 bis 6,4 °C erwartet. Damit wäre eine Vielzahl weiterer Folgen verbunden, darunter eine verstärkte Gletscherschmelze, ein steigender Meeresspiegel, verändertes Auftreten von Niederschlägen und zunehmende Wetterextreme. Kaum abzuschätzen sind die mannigfachen Konsequenzen, die sich je nach Ausmaß der Erwärmung auch für das künftige menschliche Dasein und Zusammenleben auf der Erde ergeben. Mit Maßnahmen der Klimapolitik wird einerseits auf die Vermeidung des Klimawandels und damit auf eine möglichst geringe künftige Erwärmung gezielt; zum anderen geht es auch bereits darum, absehbare Folgen durch Anpassung zu lindern.

Ökostrom
Elektrische Energie, die aus regenerativen Quellen wie Wasserkraft, Windenergie, Biogas- und Biomasse, Geothermie, Photovoltaik und Solarenerie gewonnen wird.

Nachhaltigkeit
Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt die Nutzung eines regenerierbaren natürlichen System in einer Weise um es in seinem wesentlichen Eigenschaften zu erhalten und dafür Sorge zu tragen, dass es auf natürliche Art wachsen bzw. fortgeführt werden kann.